Ausschnitt mit Beleg versäubern

Kennst du eigentlich schon meine Fanpage auf Facebook (hier entlang)? Hier poste ich regelmäßig Neuigkeiten und zeige, was in meiner Nähwerkstatt so passiert. Über diesen Kanal kannst du mir aber auch Fragen und Anregungen schicken, die ich dann nutze, um neue Ideen für Videos auf youtube zu bekommen. In diesem Video habe ich die Frage zum Thema „Ausschnitt mit Beleg versäubern“ aufgegriffen und erkläre dir detailliert, wie du einen akkuraten Halsabschluss zauberst.

Wer lieber mit einer geschriebenen Anleitung arbeitet, dem erkläre ich mit diesem Blogbeitrag, wie die Versäuberung mit Beleg funktioniert.

Los geht’s!

Wenn du an z. b. am Halsausschnitt nicht mit Bündchen arbeiten möchtest, sondern eine elegante Methode suchst, die weniger sportlich wirkt, dann sind Belege ideal. Der Begriff „Beleg“ beschreibt hierbei einfach einen Stoffstreifen, der nach dem Annähen nach innen geklappt wird.

Perfekt geeignet für einen Beleg sind Aussschnitte, Mantel-Seiten oder Abschlüsse bei Hosen und Röcken!

In meinem Beispiel habe ich das Shirt bereits zusammengenäht, d. h. Vorder- und Rückenteil sowie die Ärmel sind miteinander verbunden. Zudem sind die Ärmel schon fertig gesäumt und umgeschlagen. Der Halsausschnitt ist jedoch noch nicht weiter bearbeitet und an dieser Stelle beginnt nun das Versäubern mit Beleg.

Die Belegteile müssen zunächst zusammengenäht werden. Hierzu legst du das vordere und hintere Belegteil rechts auf rechts zusammen – die kurzen Enden müssen genau übereinander liegen. Am besten fixierst du die Seiten mit Klammern, damit nichts verrutscht. Mein Tipp: Wenn du die Belegteile zusammengenäht hast, bügle die Nahtzugabe auseinander. So hast du eine schöne, flache Naht, die man später nicht sieht.

 

 

  • Wenn du einen Stoff hast, der elastisch ist und sich besonders leicht dehnt, verstärke ihn besser mit etwas Bügelvlies! Somit klappt er sich später auch nicht nach außen.
  • Wenn du hingegen Stoff hast, der leicht ausfranst, solltest du die Außenseite des zusammengenähten Beleg noch versäubern mit der Overlock, einem Overlock-Stich oder einem Zick-Zack-Stich.

In meinem Fall sind beide Zwischenschritte nicht notwendig, deshalb kann ich den Beleg sofort am Shirt befestigen – rechts auf rechts mit ein paar Klammern! Mein Tipp: Klammern eignen sich insgesamt immer besser als normale Stecknadeln, denn es geht schneller und verletzt den Stoff nicht!

Jetzt wird (knappkantig) genäht!

Wichtig hierbei ist:

Die Stoffkante läuft bündig mit der rechten Seite des Nähfüßchens! Die Nadelposition ist auf „ganz rechts“ eingestellt! Beim Nähen NICHT den Stoff dehnen!

Nähe nun den Beleg rundherum fest und schneide anschließend die Nahtzugabe VORSICHTIG zurück. Die Naht darf hierbei nicht verletzt werden – passe deshalb besonders gut auf und arbeite sehr sauber.

Bügeln, Bügeln, Bügeln!

Ich gebe zu, dass ich nicht gern zum Bügeleisen greife, aber beim Versäubern mit Beleg solltest du unbedingt diesen Schritt einhalten. Der angenähte Beleg wird nämlich jetzt verstürzt, d. h. er wird nach innen geklappt. Die schöne Seite ist also nun sichtbar im Shirt und die Naht ist verschwunden.

Damit der Beleg auch innen liegen bleibt und sich nicht mehr von allein nach außen drehen kann, ist das Bügeln unerlässlich. Arbeite auch hier sehr genau, die Naht muss genau zwischen Shirt und Beleg liegen. So sieht es wirklich aus wie bei den Profis!

Eigentlich kannst du nun schon dein Werk als vollendet betrachten. Im Video zeige ich dir noch einen optionalen Schritt, wenn du absolut sicher sein möchtest, dass der Beleg sich nicht mehr nach außen klappt: Steppe den Beleg mit einem Geradstich knappkantig ab.

FERTIG!

 

Bestimmt hast du jetzt Lust bekommen, dein Werk auch mal mit einem Beleg zu versäubern. Oder hast du vielleicht schon erste Erfahrungen gemacht und ein echtes Unikat gezaubert? Schicke mir dein Foto, ich freue mich über deine Nachricht.

Und vielleicht sehen wir uns bald auch auf Facebook?

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Deine Anna

 

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