Mit Schrägband einfassen

Mit Schrägband einfassen ist eine sehr schöne, kreative Art, dein Nähwerk noch individueller zu machen. Es gibt so viele verschiedene Farben wie es Stoffe gibt, sodass du auf jeden Fall auch das passende Band für dich findest.

Übrigens: Dein ganz eigenes Schrägband kannst du dir mithilfe dieser Anleitung machen!

Schrägband selber machen

Zusätzlich kann ein Schrägbandformer viel Zeit sparen, den du günstig im Fachhandel bekommst.

In diesem Blogbeitrag erkläre ich parallel zum Video, wie du Schrägband gelingsicher annähst.

Los geht’s!

Der große Vorteil bei Schrägband ist, dass aufgrund des diagonalen Fadenlaufs auch Webware etwas gedehnt werden kann und sich somit besonders in Rundungen wunderbar anlegt. In meinem Beispiel zeige ich dir die etwas aufwendigere Variante. Mein Tipp: Benutze diese folgende Anleitung besonders bei dickeren Stoffen oder mehreren Stoffschichten.

Bei ganz einfachen Nähprojekten kannst du das Schrägband in einem Schritt annähen!

Beginne bei der aufwendigeren Variante damit, das Schrägband auseinander zu klappen, so dass quasi die Stoffbahn komplett entfaltet wird. Anschließend klappst du den Anfang dieses Stoffstreifens nach innen.

Als nächstes wird das Schrägband zunächst an einer geraden Seite rechts auf rechts an den Stoff festgesteckt. Die Stoffkanten von Schrägband und Nähstück müssen genau aufeinander liegen. Mein Tipp: Besonders schnell und easy geht das mit Klammern.

Wenn du in deinem Nähstück eine Ecke hast, dann habe ich nun einen besonders eleganten Tipp. Schneide das Schrägband nicht einfach ab, sondern falte es akkurat und raffiniert, damit du später perfekte Ecken eingefasst hast. Falte das Ende des Schrägbands an der Ecke einfach um 90° Grad nach oben, anschließend wieder nach unten und stecke alles besonders gut fest. Wie genau dieser Schritt auszusehen hat, zeige ich im Video detailliert.

Stecke das Schrägband rundherum gut fest, bis du wieder am Anfang angekommen bist. Vorsicht in der Rundung: Arbeite hier bitte besonders genau, damit beim Annähen nichts verrutschen kann. Nimm lieber mehrere Klammern oder Stecknadeln in kleinerem Abstand zueinander – so bleibt alles bombenfest.

Wenn du alles gut befestigt hast, geht’s direkt weiter zur Nähmaschine. Stelle einen normalen Geradstich ein und positioniere den Stoff unter der Nadel so, dass diese in den Knick des Schrägbands einsticht. Dieser Knick ist deine Orientierungslinie beim Nähen.

Erreichst du eine der Ecken, die du fein säuberlich vorbereitet hast, kommt nun ein besonderer Kniff ins Spiel. Klappe den überstehenden Stoff aus der Ecke nach unten, nähe entlang des Knicks bis in die Ecke hinein und verriegle dann die Naht. Klappe den überstehenden Stoff der Ecke nun auf die andere Seite um und positioniere den Stoff wieder so, dass sich der Knick genau unter der Nähnadel befindet. Verriegeln nicht vergessen…

Nähe auf diese Weise das Schrägband rundherum fest. ACHTUNG: Besonders in der Rundung musst du wirklich penibel darauf achten, dass Schrägband und Stoff genau aufeinander liegen. Sonst funktioniert der nächste Schritt nicht und das Endergebnis wird nicht sauber. Idealerweise sieht es bei dir nur so aus:

Mit riesigen Schritten nähern wir uns dem Ziel! Noch ein letztes Mal musst du saubere Vorarbeit leisten, indem du nun das Schrägband wieder zusammenklappst und festklammerst. Mein Tipp: Beginne mit den geraden Seiten, anschließend falte die Ecken und zum Schluss kümmere dich um die Rundungen.

Im Grunde faltest du das Schrägband nun wieder in seine ursprüngliche, fertige, umgeklappte Form. Dabei liegt die Nahtzugabe des Stoffes zwischen Vorder- und Rückseite des Schrägbandes. Es umfasst quasi die Stoffkante. Stecke das umgeklappte Schrägband unbedingt gut fest!

Die Längen sind fertig, dann kümmere dich um die Ecken. Hierzu drückst du die Ecke einfach akkurat in das Schrägband und faltest dann an dieser Stelle das Schrägband übereinander.

An der Rundung gilt wieder: Arbeite sehr genau, stecke gut fest! Das Endergebnis sollte dann etwa so aussehen:

Fast fertig! Du erkennst an dieser Stelle schon sehr gut, wie das fertige Nähwerk aussehen wird. Deine Fleißarbeit zahlt sich jetzt aus und beim Annähen gibt es jetzt nur noch eine Kleinigkeit zu beachten: Stelle deine Nadel auf „ganz links“, sodass du sehr knappkantig nähen kannst. WICHTIG: Die vorherige Naht darf nachher nicht zu sehen sein.

FERTIG!

Zugegeben, es ist etwas Fummelarbeit und du solltest wirklich akkurat arbeiten, sonst wird das Ergebnis krumm. Wenn du dich aber an meine Tipps hältst, sieht dein Meisterwerk richtig professionell aus.

Hast du schon Erfahrung mit Schrägband? Kennst du noch andere Möglichkeiten oder einen speziellen Hack? Dann schreibe mir einfach, ich freue mich immer über neue Ideen!

Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren!

Deine Anna

 

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