Blindstich 2.0 | Schlingenstich

Wenn du schon einmal einen feineren Rock genäht hast, bist du sicherlich schon mit dem klassischen Blindstich in Berührung gekommen. Die einen verfluchen ihn, die anderen sehen die filigranen Stiche von Hand als meditative Pause… Ich wiederum habe nun DEN ultimativen Hack für euch, mit dem das Motto „Nähen ist wie zaubern können“ ein völlig neues Level erreicht.

Abrakadabra, ich zeige dir, wie du Zeit, Geduld und Fehlstiche einsparst.

Los geht’s! 

In meinem Video benutze ich dieses Mal kein Nähprojekt, sondern einfach ein Stück Stoff. Diesen Stoff habe ich rechteckig zugeschnitten und einen umgebügelten Saum gebastelt.

 

Auf der Vorderseite habe ich mir eine Hilfslinie aufgemalt im Abstand von 3 cm zur umgebügelten Saumkante. Sie dient im nächsten Schritt zur Orientierung beim Blindstich.

 

Nimm dir nun eine passende Nähnadel und Garn zur Hand – sichere das Garn am Ende mit einem dicken Knötchen. Anschließend stichst du von hinten in beide Stoffschichten ein und kommst genau auf der Linie heraus.

 

Der nächste Stich erfolgt nun von vorne auf der rechten Seite und zwar fast genau in die Stelle des ersten Stichs.

Aber eben nur fast genau an dieser Stelle!

Steche ein winziges Stückchen daneben in beide Stoffschichten und komme anschließend etwa 2 cm weiter mit der Nadelspitze wieder zurück. Lasse die Nadel nun im Stoff und schlinge den Faden von links nach rechts hinter die Nadel, bevor du nun die Nadel komplett herausziehst.

 

Hierdurch bildet sich eine Schlaufe. Am Ende dieser Schlaufe stichst du nun wieder ganz knapp neben den zweiten Stich in beide Stofflagen ein und kommst etwa 2 cm weiter mit der Nadelspitze heraus. Wiederhole das Ganze 5 – 6 Mal. Auf diese Weise bildet sich eine Art Schlaufenkette.

 

 

Am Ende angelangt, machst du den letzen Stich – allerdings nur halb!

Beim letzten Stich, legst du den Faden nicht mehr unter die Nadel, sondern ziehst Nadel und Faden komplett aus dem Stoff heraus. Ziehe langsam am Faden und du siehst, dass sich die Schlaufen alle auflösen.

 

Keine Panik, es ist alles, wie es sein soll! Auch wenn man nun von vorn auf der Linie nichts mehr sieht, so ist die „Naht“ von hinten noch sichtbar und der Blindstich tut genau, was er tun soll:

Er ist quasi unsichtbar!

 

Ist das nicht verblüffend? Diese Methode für einen Blindstich ist so simpel, dass es kaum zu glauben ist… Probiere sie doch auch einmal aus! Wenn du gerade kein passendes Nähwerk zur Hand hast, mache es doch wie ich und übe einfach an einem Stoffrest.

Glaube mir: Das macht wahnsinnig Spaß!

Viel Spaß beim Nachmachen!

Deine Anna

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