gerade Nähte nähen

21. Mai 2018

Bestimmt hast du dich auch schon einmal über eine Naht geärgert, die schief geraten ist... Besonders Nähanfängern fällt es manchmal schwer, gerade Nähte zu nähen. Es ist einfach wichtig zu wissen, wohin man seinen Blick richten muss beim Nähen. Wie das funktioniert, zeige ich dir in meinem neuesten Video auf youtube. Hier bekommst du schon einmal eine Kurzanleitung. Los geht’s! Das Stichwort heißt "Fokus"! Hast du dich selbst schon einmal analysiert, wo genau dein Blick fokussiert ist beim Nähen? Genau da liegt nämlich oftmals schon der Grund für schiefe bzw. ungleichmäßige Nähte. In der Regel wird „nähfüßchenbreit“ genäht – also die Stoffkante schließt exakt mit der Kante des Nähfüßchens ab und entspricht somit einer Nahtzugabe von 0,8 cm – 1 cm. einfach nähen gerade Nähte   Mein Tipp: Miss an deiner Nähmaschine den Abstand von der Nadel zur Kante des Nähfüßchens und dann weißt du ganz genau, wie viele Millimeter für deine Maschine „nähfüßchenbreit“ bedeutet. Damit die Naht gerade wird, führst du einfach die Stoffkante nähfüßchenbreit und blickst dabei auf die vordere, hochgebogene Spitze des Nähfüßchens. Halte den Stoff beim Nähen nur leicht fest (bitte nicht ziehen) und navigiere ihn sanft. Der Stoff wird somit automatisch richtig geführt und die Naht wird gerade! Auch bei Kurven funktioniert dies wunderbar. In diesem Fall gelten dieselben Prinzipien:  Blick auf die vordere, hochgebogene Spitze richten, den Stoff leicht festhalten und entlang der Stoffkante führen.   einfach nähen gerade Nähte   Mein Tipp: Bei sehr engen Kurven, kannst du zwischendurch anhalten (die Nadel bleibt dabei aber im Stoff), das Nähfüßchen anheben und den Stoff ausrichten. Dein Nähprojekt wird aber nicht nähfüßchenbreit, sondern mit einer größeren Nahtzugabe genäht? Auch das ist kein Problem! An deiner Nähmaschine befinden sich in der Stichplatte Markierungen, die für bestimmte Abstände zur Nadel stehen. Leider sieht man sie nicht so gut und auch die Position ist nicht optimal, da die Markierung ja eigentlich schon vor dem Nähfüßchen benötigt wird. Dafür gibt es einen ganz einfachen Trick: Nimm dir farbiges Klebeband zur Hand und verlängere die benötigte Markierung einfach bis zum Ende des Tisches deiner Nähmaschine.   einfach nähen gerade Nähte   Wenn du nun z. B. einen Saum nähst und quasi „blind“ die Nahtzugabe einhalten musst, wird dieser Trick helfen, eine perfekte und gerade Naht zu schaffen. Wenn du lieber eine robustere Hilfe bevorzugst, gibt es im Handel auch noch einen magnetischen Abstandshalter, den du einfach auf die Stichplatte an der Stelle platzierst, wo du ihn benötigst. Das Prinzip ist dasselbe wie beim Klebeband. Ich freue mich, wenn du einen AHA-Affekt hattest und endlich so gerade nähen kannst wie die Profis! Hast du noch einen anderen, coolen Kniff? Schreibe mir gern, ich bin gespannt! Deine Anna
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Ecken ausformen

14. Mai 2018

Bestimmt weißt du sofort, von welchem Problem ich spreche beim Stichwort "Ecken ausformen". Benutzt du Schere, Nahttrenner oder eine Nadel, um die Spitze schön auszuarbeiten? Falls ja, dann hast du bestimmt auch schon einmal dabei den Stoff verletzt und das sieht dann natürlich nicht mehr schön aus. Ich habe in meinem Video hierzu zwei simple Tricks, die du bestimmt noch nicht kennst!  

Trick 1: Für Ecken mit Winkeln von 90° oder größer

Wenn du in deinem Nähstück Ecken mit 90° oder größer hast, kannst du komplett auf Hilfsmittel verzichten und perfekte Ecken ausformen!

Deine Finger sind alles, was du dafür brauchst!

Schneide die Nahtzugabe ausnahmsweise nicht zurück – sie ist nützlich! Schlage die Nahtzugaben einfach entlang der Naht um und es entsteht ganz automatisch eine schöne, spitze Ecke. Greife diese Ecke von innen, halte sie gut fest und stülpe den Stoff auf die rechte Seite. einfach nähen Ecken ausformen Das Ergebnis spricht für sich! Ganz ohne Hilfsmittel ist die Ecke perfekt ausgeformt.  

Trick 2: Für Ecken mit Winkeln kleiner als 90°

Nähe am besten erst die Seite zusammen, die sich etwas leichter auseinander klappen lässt. Als nächstes faltest du die Stoffteile auseinander und legst in den Nahtschatten (also die Nahtfalte) einen doppelten Reihfaden oder Heftgarn. Wichtig hierbei: Der doppelte Faden muss länger sein als das Stoffstück, um es gut greifen zu können. Im Video zeige ich ganz genau, wie dieser Schritt aussehen muss. einfach nähen Ecken ausformen Klappe die Stoffteile nun wieder zu und nähe die 2. Seite zusammen (der Faden liegt dabei genau in der Nahtfalte der ersten Naht). Mit etwas Glück, ist der Reihfaden nach dem Verriegeln der 2. Naht direkt eingenäht. Schneide nun die Nahtzugabe in der Ecke knapp zurück – bei sehr spitzen Ecken und/oder dickeren Stoffen bitte auch die seitlichen Nahtzugaben zurückschneiden.

Vorsicht! Der Faden darf nicht abgeschnitten werden!

Mein Tipp: Mache vorsichtshalber noch zusätzlich 1-2 dicke Knoten in das Ende des Fadens, denn der Trick funktioniert nur, wenn der Faden festsitzt (du kannst nicht darauf vertrauen, dass er miteingenäht wurde).

Und jetzt kommt der Clou!

Stülpe den Stoff auf die rechte Seite und ziehe hierbei – nicht zu fest – an dem Faden. Ziehe so lange, bis die Spitze ausgeformt ist. Danach reißt du den Faden einfach ab! einfach nähen Ecken ausformen  

WOW! Das Ergebnis ist einwandfrei und sieht einfach schön aus!

Probiere diesen simplen Kniff überall aus, wo filigrane Ecken gefragt sind. Die Möglichkeiten sind quasi endlos: Kragen bei Blazern oder Blusen, spitze Ohren für Stofftiere, Taschen… Hast du noch weitere Tipps? Wie hast du bisher Ecken ausgeformt und was hat dich überzeugt? Schreibe mir, ich bin gespannt!

Deine Anna

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Schnelles Auffüllen von Dampfbügeleisen

7. Mai 2018

Du kennst sicherlich das Motto „Gut gebügelt ist halb genäht“ und das funktioniert besonders gut mit Dampf. Ob du nun den Stoff von hartnäckigen Falten befreien oder eine gestochen scharfe Kante ziehen möchtest (z. B. bei einem Saumabschluss) - das Dampfbügeleisen ist ein unverzichtbares Utensil! Wie man ein Dampfbügeleisen besonders schnell mit Wasser auffüllen kann, das zeige ich dir in meinem neuesten Video auf youtube. https://youtu.be/V6uVkwpJGJM Ein Dampfbügeleisen hat häufig leider nur eine sehr kleine Öffnung, um dort das Wasser für die Dampf-Funktion einzufüllen. Und das mitgelieferte Kännchen/ Becherchen fasst nur wenige ml und deshalb muss man mehrmals nachschenken.

Zu schnell gegossen und das Wasser schwappt aus der Öffnung zurück!

Die Luft entweicht einfach zu schnell und das „ausgespuckte“ Wasser läuft dann unkontrolliert über Hände, die heiße Bügeleisen-Platte oder das Bügelbrett. Ärgerlich... Damit dies nicht mehr passiert, gibt es eine unheimlich simple Lösung und die spart Zeit, Nerven und sogar Abfall.

Innerhalb von weniger als 10 Sekunden kannst du mit diesem BügelHack dein Dampfbügeleisen mit Wasser auffüllen!

Bügelhack Dampfbügeleisen befüllen Schnappe dir eine leere Flasche eines Klarspülers für die Spülmaschine, denn die Öffnung dieser Flasche ist ideal! Spüle sie gründlich aus und befülle die Flasche dann mit dem Wasser für das Bügeleisen. Sie hat eine besondere Krümmung, die das zu schnelle Gießen verhindert und somit kann die Luft regelmäßiger aus dem Bügeleisen entweichen. Bügelhack Dampfbügeleisen befüllen

Kein Plempern mehr!

Daumen hoch für diesen simplen Trick, der auch noch Abfall vermindert! Danke an Bine von ECHT Knorke, bei ihr habe ich diese tolle Idee gesehen.

Welcher ultimative Bügel-Tipp hat dich überzeugt? Gibt es einen BügelHack, der dich verblüfft hat? Lass es mich gern wissen, ich freue mich immer wieder über Inspiration.

Viel Spaß beim Nachmachen! Deine Anna

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Rollsaumfuß | Schmalsäumer

29. April 2018

Hast du auch schon einmal probiert, einen ganz schmalen Saum hinzubekommen? Bei einem feinen Rock, einer Bluse oder einer hübschen Gardine kann so ein filigraner Hingucker den letzten Schliff verleihen. Natürlich gibt es hierfür auch einen kleinen Helfer: Der Rollsaumfuß bzw. Schmalsäumer! Ich habe diesen Nähfuß ausgiebig für dich getestet und zeige im Video auf youtube, wie er genau funktioniert. Für alle, die lieber mit einer Kurzanleitung arbeiten möchten, habe ich hier die wichtigsten Schritte zusammengefasst. Los geht’s! Wer schon einmal versucht hat, einen sehr schmalen Saum hinzubekommen, der weiß, wieviel „Fummelarbeit“ das ist: Der Stoff wird 2 Mal umgeschlagen und mit dem Bügeleisen wird die Kante sauber nachgezogen. Das dauert relativ lange und erfordert Geschick.

Mit dem Rollsaumfuß werden diese Schritte gleichzeitig ausgeführt!

Der Rollsaumfuß schafft dies durch seine besondere Form: In der Mitte befindet sich eine Art Schnecke, durch die der Stoff automatisch in die richtige Form gefaltet wird – das Bügeln entfällt also. Gleichzeit kann die Nähmaschinen-Nadel den Saum mit exakten Stichen fixieren. So zumindest die Theorie….   Damit der Stoff am Anfang nicht gefressen wird, nimm einfach ein Stück Küchenkrepp. Auf das Küchenkrepp legst du dann den - nicht dehnbaren – Stoff und formst die rechte Stoffkante mit den Fingern so, dass sie sich der Form der Schnecke anpasst. Fädle den Stoff so weit ein, bis die Nadel in den Stoff einstechen kann. Im Video ist dieser Schritt ganz genau erklärt.

Der Rollsaumfuß sorgt nun ganz automatisch beim Nähen dafür, dass der Stoff schmal gefaltet und gleichzeitig vernäht wird.

Wichtig ist, dass du vorher übst und probierst, wie sich der Rollsaumfuß und dein Stoff verhalten. Deshalb benutz unbedingt vorher ein Probestück. Man muss erst lernen abzuschätzen, wieviel Stoff tatsächlich eingefädelt wird, welche Abstände man einhalten und wie man den Stoff mit den Fingern führen muss, damit der Nähfuß perfekt funktioniert. Bei Stoffen in Unifarben oder gemusterten Stoffen kann es besonders schwierig sein, die richtigen Abstände einzuhalten. Mein Tipp: Nimm dir die Zeit und zeichne eine Linie ein, an der du dich orientieren kannst beim Nähen. Idealerweise hat der Stoff nun eine Seite mit einer flachen Wulst und eine Seite mit einer geraden Naht. Dann entfernst du einfach noch das eingenähte Küchenkrepp und der Saum ist fertig.

Mein Fazit

Ich muss ehrlich sein: Der Rollsaumfuß und ich werden keine Freunde und er überzeugt mich nicht. Bis ich ein akzeptables Ergebnis erzielt habe, braucht es einfach viel zu lange. Zudem sind Rundungen nicht sauber machbar (z. B. bei einem Tellerrock). Es entstehen Falten und es sieht einfach nicht professionell aus. Ein großer Nachteil ist auch, dass der Rollsaumfuß nur für nicht dehnbare Stoffe geeignet ist. Mein Tipp: Probiere den Rollsaumfuß selbst aus und gib nicht beim ersten Versuch auf. Vielleicht kommst du damit super zurecht und erzielst Effekte, die für dein Nähprojekt perfekt sind. Lass mich sehr gern wissen, welche Erfahrungen du mit dem Rollsaumfuß gemacht hast und welcher Stoff für dich hierbei die beste Wahl war. Ich bin sehr gespannt auf Erfahrungsberichte! Viel Spaß beim Ausprobieren!

Deine Anna

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Hilfe beim „Stoff-Fressen“

27. April 2018

Ist deine Maschine auch eine „Raupe Nimmersatt“ und frisst ständig deinen Stoff? Damit du deinen schönen Stoff nie wieder aus der Maschine herausschneiden oder mühsam entwirren musst, habe ich eine kleine Anleitung für dich erstellt. Simpel, leicht verständlich und für jede Nähmaschine geeignet - erste Hilfe beim "Stoff-Fressen"! Schau dir hierzu auch mein neues youtube-Video am Ende des Beitrags an, in dem ich dir diesen Kniff nochmal ganz detailliert erkläre. Viel Spaß! Gerade bei dehnbaren Stoffen kommt es am Anfang und Ende einer Naht gern zum Problem: Die Nähmaschine hat den Stoff schon wieder gefressen! Bestimmt hast du schon deine eigene Technik entwickelt, wie du den Stoff aus der Stichplatte befreist… Im schlimmsten Fall muss sogar die Stichplatte abgeschraubt werden und das kostet Zeit und Nerven. Besonders oft passiert dies z. B. bei Baumwolljersey, weil die Kanten eben besonders dehnbar sind. Die Naht beginnt normalerweise direkt an der Kante des Stoffs, doch genau dann wird mit dem ersten Stich der Nähmaschinen-Nadel die Stoffkante in die kleine Aussparung der Stichplatte „gedrückt“. Mit den nächsten Stichen kann der Stoff nicht transportiert werden. Stattdessen bildet sich ein dicker, knubbeliger Garnknoten, der Stoff frisst sich fest und leider wird der Stoff manchmal sogar beschädigt.    

Damit es gar nicht erst zum Stoff-Fressen kommt, gibt es einen simplen Trick, der IMMER und mit JEDER Nähmaschine funktioniert!

Beginne die Naht nicht direkt an der Kante des Stoffes, sondern schiebe den Stoff etwa 1 cm nach hinten, sodass die Aussparung in der Stichplatte direkt unter der Nadel mit Stoff bedeckt ist. Somit wirkst du der Fadenspannung entgegen und der Stoff kann nicht mehr in die Aussparung gedrückt bzw. gezogen werden. Nähe 2 – 3 Stiche nach vorn und anschließend verriegelst du die Naht, indem du langsam bis knapp zur Stoffkante rückwärts nähst.     Nun kannst du ganz bequem wieder nach vorn nähen und die Naht beenden – dein Stoff wird nicht gefressen! Mein Tipp: Am Ende der Naht solltest du diesen Kniff einfach wiederholen in umgekehrter Reihenfolge.  

Es gibt viele gute Möglichkeiten, aber meine Methode ist simpel, schnell und ohne Hilfsmittel machbar.

Probiere es gleich aus und lasse mich wissen, ob es geklappt hat! Welche Kniffe kennst du noch, um deine Maschine auszutricksen? Backpapier? Oder an den Enden von Ober- und Unterfaden ziehen? Deine Anna

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Overlocknaht sichern und verriegeln

16. April 2018

Hast du dich auch schon einmal gefragt, wie man eine Overlocknaht so verriegelt, dass sie nicht wieder aufgeht? War dein Motto bisher „Abschneiden und hoffen, dass es hält“? Wenn du deine liebevoll genähten Werke doch nicht dem Zufall überlassen möchtest, dann habe ich eine tolle, einfache Anleitung für dich, um die Nähte sauber und zuverlässig zu sichern! Und falls du doch schon ein alter Hase bist und genau weißt, wie du so eine Naht „aufribbelsicher“ machst, dann kann ich dich bestimmt noch mit einem besonderen Kniff überraschen. Schau dir hierzu auch mein neues youtube-Video am Ende des Beitrags an, in dem ich alle Schritte detailliert erkläre. Viel Spaß!

Eine Overlock-Maschine hat die Funktion „Rückwärtsnähen“ aber nicht… Wie also kann man hier eine Naht so sichern, dass sie nicht beim Waschen oder Tragen wieder aufgeht?

Das Wichtigste vorab: Beim Nähen mit der Overlock entsteht am Anfang und Ende der Naht eine Fadenraupe, die NICHT abgeschnitten werden darf! Sonst werden die miteinander verwobenen Fäden leider beschädigt und die Naht wird nicht mehr halten.

In vielen Fällen werden diese Fadenraupen sowieso in den nächsten Verarbeitungsschritten automatisch abgeschnitten und durch das Zusammennähen mit anderen Schnittteilen gesichert (Beispiel: Annähen eines Ärmels an zuvor zusammengenähtem Vorder- und Rückenteil).

   

Wenn aber kein nächster Verarbeitungsschritt mehr erfolgt, schaut die Fadenraupe aus dem Nähstück heraus. Keine Sorge, jetzt kommt der Trick!

Mein Tipp: Du brauchst lediglich eine Nadel mit einem sehr großen Nadelöhr - hierfür eignen sich besonders gut Stopfnadeln. Es gibt auch noch spezielle Fangnadeln, die sind aber nicht nötig.

Geh einfach an das Ende der Naht an die Stelle, wo sich die Fadenraupe befindet und führe die Nadel mit der Spitze zwischen die beiden Stofflagen und der Overlocknaht. Es reichen bereits wenige Zentimeter (etwa 5 Schlaufen) und dann fädelst du einfach ALLE verwobenen Schlaufen der Fadenraupe in das Nadelöhr. Anschließend musst du die Nadel nur noch durch die Schlaufen der Overlocknaht ziehen und kannst den Rest der Fadenraupe abschneiden.

 

Deine Overlocknaht ist nun verriegelt und kann nicht mehr aufgehen!

Jeder, der näht, weiß natürlich, dass das Verriegeln der Nähte am Anfang und Ende besonders wichtig ist. Bei einer normalen Nähmaschine ist das leicht zu machen, indem man einige Stiche vor- und zurücknäht. Eine Overlock kann allerdings nur in eine Richtung nähen - eigentlich. Ein besonders raffinierter Kniff zum Verriegeln einer Overlocknaht ist es, nur bis knapp über den Stoff am Ende zu nähen und dann das Nähstück so auf die andere Seite zu drehen, dass man in derselben Naht „zurücknähen“ kann. Wie das genau funktioniert, zeige ich dir im Video ausführlich.  

Mein Tipp zum Schluss: Es gibt noch eine 3. Variante zum Sichern einer Overlocknaht, die bei mir aber nicht gut funktioniert hat… Das Festhalten und Ziehen eines Fadens aus der Fadenraupe bewirkt, dass sich die Schlaufen zusammenziehen. Dennoch sind mir aber Nähte wieder aufgegangen, sodass ich diese Variante nicht empfehlen kann.

Kennst du vielleicht noch eine andere Technik mit AHA-Effekt? Ich bin neugierig!

Garantiert hast du mit meinen Tipps lange Freude an deinen genähten Werken und musst keine Angst mehr haben, dass die Nahtenden nicht halten.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Deine Anna

 

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Reißverschluss | Enden mit Blende verschönern

9. April 2018

Möchtest du einen simplen Trick wissen, wie du die Enden von Reißverschlüssen z. B. bei Taschen verschönern kannst? Hier zeige ich dir, wie du dies ganz einfach mit einer Reißverschluss-Blende schaffst. Für Taschen nehme ich besonders gern Endlos-Reißverschlüsse, weil hier wunderbar die Länge individuell an das Nähprojekt angepasst werden kann. Außerdem kann ich mich noch entscheiden, ob ich nur 1 oder möglicherweise sogar 2 Schieber aufziehe. Bei 2 Schiebern ist es gerade bei Taschen sehr schön, wenn man die Tasche von der Mitte zur Seite in beide Richtungen öffnen kann. Eingenäht sieht so ein Reißverschluss aus wie ein ganz normaler, unteilbarer Reißverschluss. Mein Tipp: Wenn du noch niemals zuvor einen Reißverschluss eingenäht hast, schau dir doch vorher meine youtube-Reihe zu diesem Thema an. Hier erkläre ich ganz detailliert, wie du unterschiedlichste Reißverschlüsse meisterst.

--> Miniserie Reißverschluss

 

Reißverschlussenden mit Gurtband verschönern

Um die Enden des Reißverschlusses einzufassen, nehme ich gerne ein Stück Gurtband (etwa 5 cm breit). Dieses lege ich quer auf das jeweilige Ende des Reißverschlusses, und zwar direkt auf die rechte Seite (damit ist die Reißverschluss-Seite gemeint, die später außen zu sehen sein wird, hier die Zähnchenseite). Dann drehe ich das Ganze auf die linke Seite und fixiere es mit einer Klammer oder alternativ einer Stecknadel. Das, was an den Seiten und am Ende des Reißverschlusses übersteht, kannst du einfach mit der Schere abschneiden. Das Stück Gurtband nähe ich dann in der Nahtzugabe am unteren Rand des Reißverschlusses fest, so dass das Ende fixiert ist und nicht mehr verrutschen kann. Wenn du ganz sicher gehen möchtest, kannst du auch noch die Seiten in der Nahtzugabe fixieren.  

Hast du kein Gurtband zur Hand? Kein Problem, ein dünner Stoffrest aus Baumwolle ist auch prima geeignet!

Knicke dieses Stück Stoff einfach in der Mitte, sodass du an einer Seite schon einen schönen Rand hast und nichts versäubern musst. Diese saubere Kante zeigt nun in Richtung Reißverschluss und anschließend gehst du wie oben beschrieben vor. Denke daran, das Stück Stoff am Reißverschluss zu fixieren, damit es schön gerade bleibt.  

Das Ergebnis sieht professionell und toll veredelt aus!

Jetzt kannst du den Reißverschluss entsprechend deinem Nähprojekt weiterverarbeiten. Lege dazu die entsprechenden Stoffteile und den verblendeten Reißverschluss jeweils rechts auf rechts aufeinander (also schöne Stoffseite auf schöne Reißverschlussseite). Die Blende aus Gurtband oder Stoffrest liegt nun zwischen Stoff und Reißverschluss und wird automatisch beim Zusammennähen der Teile mit eingenäht. Besonders leicht geht dies, wenn du den Reißverschluss nach unten und den Stoff oben liegen hast. So kannst du prima ertasten, wo genau der Reißverschluss entlangläuft und somit das Füßchen schön nah beim Nähen an dieser Kante entlangführen. Am besten geht dies mit einem Reißverschlussfüßchen. Du kannst aber auch mit dem normalen Steppfuß ganz eng am Reißverschluss nähen.

Rattert schon dein Kopf, weil du überlegst, wo man diese Technik einsetzen könnte?

Mein Tipp: Probiere es einfach aus an Taschen, Kleidern, Jacken-Eingriffen… Dieser kleine Hingucker peppt jeden Reißverschluss auf. Viel Spaß beim Nachmachen! Deine Anna

 

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kostenloses Schnittmuster | Beanie „Kapélo“

13. Oktober 2017

Der Herbst ist da - das heißt für mich Beanie-Zeit. Und von diesen Mützen kann man nie genug bekommen, oder? Ob aus Jersey, Strick oder Sweat, einlagig oder gefüttert zum Wenden, ganz egal. Hauptsache, die Ohren bleiben bei den frostigen Temperaturen schön warm eingepackt.

Damit auch du dir oder deinen Liebsten so eine wunderschöne Mütze nähen kannst, findest du hier das Schnittmuster in vier verschiedenen Größen GRATIS zum Download. Für eine Mütze brauchst du ca. 30 cm Jersey, dünnen Strick oder Sweat. Wie die Beanie genäht wird, zeige ich dir in diesem Videotutorial. Viel Spaß beim Nachnähen.

Download Schnittmuster Beanie

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Tutorial – Shirt mit lockerem Rückenausschnitt

21. Juni 2017

Vor einigen Jahren habe ich mir im Urlaub ein Shirt gekauft, das mittlerweile leider das zeitliche gesegnet hat. Ich habe es einfach zu oft getragen und gewaschen. Dieses Shirt habe ich nirgendwo anders mehr gefunden, also musste ich mir was einfallen lassen.Keine 2 Stunden später lag ein Shirt mit lockerem, überkreuztem Rückenausschnitt fertig auf dem Tisch und ich war glücklich. Wie ich es gemacht habe, zeige ich dir in diesem Tutorial. Viel Spaß damit. Grundlage für ein Shirt mit solch einem lockeren Rückenausschnitt ist ein ganz normaler Schnitt für ein T-Shirt mit überschnittenen Schultern. Ich habe hierfür „La Alizea“ von Schnittgeflüster genutzt. Du kannst aber genauso gut auch einen Schnitt mit angesetzten Ärmeln wählen. Material: fließende, leichte Stoffe wie Viskosejersey oder feine Strickstoffe. Wichtig: der Stoff muss zwei schöne Seiten haben! Sowohl den blauen Leinenstrick, als auch den grünen Crash-Sommerstrick habe ich bei by-Mami gekauft. Verbrauch: mindestens 1,5 m Wenn du ein Shirt nach diesem Tutorial genäht hast und bei Facebook etc. postest, würde ich mich über´s Verlinken sehr freuen

Nähanleitung

1. Lege das Rückenteil auf Packpapier oder Kopierfolie und zeichne es einmal im Ganzen  auf.   2. Ziehe eine diagonale Linie vom Ausschnitt bis zur gegenüberliegenden unteren Saumkante.   3. Schneide das schräge Rückenteil aus, lege es auf das Papier und zeichne es erneut ab.   4. Lege die beiden Rückenteile mit den Saumkanten so aneinander, dass ein „Ärmel“ links und einer rechts liegt (auf dem Bild oben und unten). Klebe beide Teile zu einem Schnittteil zusammen.   5. Lege das Schnittteil auf den Stoff auf und schneide es aus.   6. Das Vorderteil (und ggf. die Ärmel) werden ganz normal ausgeschnitten.   7. Lege das Rückenteil an der „Bruchkante“ wie auf dem linken Bild zusammen. Lege das Vorderteil mit der rechten Seite auf das Rückenteil und schließe die Schultern.   8. Versäubere die Ausschnittkanten. Hierfür habe ich ein „offenes Bündchen“ gewählt. Wie das genäht wird, zeige ich in meinem youtube-Video.

zum Video "offenes Bündchen"

Du kannst aber auch eine normale Streifenversäuberung wählen. Wenn du den Stoff einfach nach innen einschlagen möchtest, musst du dies bereits beim Zuschnitt berücksichtigen und entsprechend mehr Nahtzugabe geben. 9. Hast du ein Shirt mit angesetzten Ärmeln gewählt, nähe nun die Ärmel ein.   10. Lege das Rückenteil auf das Vorderteil. Das Rückenteil endet oberhalb der Saumkante des Vorderteils (wird später nach innen eingeklappt). Schließe die Seiten.   11. Wende das Shirt auf rechts, schlage am Vorderteil den Saum nach innen ein und nähe ihn mit einem elastischen Stich fest.   12. Nähe etwa 10 cm unterhalt der Schulternaht auf der Innenseite des Rückenteils links und rechts ein etwa 40 cm langes Band zum Schließen an. Ich habe hierfür einen ca. 3 cm breiten Streifen geschnitten und feste daran gezogen, damit er sich einrollt.   13. Fertig ist das Shirt mit lockerem Rückenausschnitt. Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachnähen. Anna von einfach nähen PS.: Wenn du ein Shirt nach diesem Tutorial genäht hast und bei Facebook etc. postest, würde ich mich über´s Verlinken sehr freuen.
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Ich nähe mir meinen Bikini jetzt selbst

1. Juni 2017

Jedes Jahr das gleiche Theater. Im April / Mai steigen die Temperaturen schlagartig von „ewiger Eiszeit“ auf Hochsommer. Also alle Mann raus in die Sonne – es wird angebräunt. Der Blick in den Kleiderschrank verrät jedoch schnell, dass der noch einzig intakte Bikini auch schon mal bessere Zeiten hatte und erstmal eine Shopping-Runde droht – mit viel Schweiß und Tränen. Denn es ist wirklich eine Tortur, einen neuen Fetzen Stoff zu finden.

Die meisten Teile schneiden schon alleine wegen gesundheitsgefährdender Bemusterung oder Farbwahl aus. Schließlich will Mutti am Strand die Schönste sein und nicht wie Oma Blümchen aussehen. Hat man endlich ein optisches „High Five“ gefunden, geht die Suche nach der richtigen Größe los. Obenrum bitte in 36, aber mit etwas größerem Körbchen, untenrum 38, naja wohl eher 40. Der Selbstversuch zeigt schnell: das eine Set sitzt obenrum top, dafür kneift es untenrum. Das andere wiederum zaubert eine Traumkiste, aber das, was oben eigentlich bedeckt sein sollte, genießt unfreiwillig die Süße grenzenloser Freiheit.

Ist der optisch und größentechnisch perfekte Bikini endlich gefunden, muss man an der Kasse erstmal einen Kleinkredit aufnehmen. Ein kurzer Gedanke „Sollte ich das Geld vielleicht lieber in eine Fettabsaugung am Allerwertesten investieren? Kostet auch nicht viel mehr als dieser Bikini, aber ich spare später sicher wieder eine Riesenmenge Geld ein, weil mir die billigen Einheitsdinger dann ja passen – also quasi winwin“ wird schnell zur Seite gewischt. So ein Quatsch, von vorne sieht mein Hintern doch gut aus! Es wird bezahlt, schließlich hat man ja auch lange dafür suchen müssen und man will die 2 Tage Sommer des Jahres jetzt endlich genießen und nicht weiter mit der Suche nach dem verlorenen Schatz verschwenden.

Glücklich über den etwas teuren, aber immerhin erfolgreichen Fang, legt man sich in seinem neuen „Outfit“ in die Sonne. Mit einem lauwarmen Leitungswasser, denn für einen ordentlichen Cocktail ist leider noch zuviel Monat für das restliche Geld übrig. Aber egal. Hauptsache, der Bikini sitzt. Das einzige, was die Freude etwas trübt, ist der Gedanke, dass das ganze im nächsten Jahr wieder von vorne losgeht…

Aber nicht für mich! Ein kleiner Geistesblitz zuckte bereits im letzten Jahr durch mein Näh-Hirn: Ich nähe mir meinen Bikini einfach selbst! Vorbild waren die vielen tollen Beispiele vom Wickelbikini „CostaRica“ von Lilabrombeerwölkchen. „ICH WILL AUCH“, hörte ich eine innere Stimme schreien. Allerdings war da der Sommer schon fast um. Also habe ich dieses Jahr frühzeitig begonnen, um nicht von den Temperaturen überrascht zu werden. Ich habe mir das Schnittmuster gekauft, Stoff besorgt, das Teilchen zusammengenäht – und mich nach dem ersten Anprobieren etwas enttäuscht in den Sessel fallen lassen. Mein erster selbstgenähter Bikini passte nicht. Das Oberteil vorne zu klein, dafür im Rücken zu breit und das Höschen viel zu groß (!)… Hm. Ernüchterung machte sich breit. Dann das Schnittmuster etwas angepasst, sich über die tolle Passform gefreut und auf neue Motivation gewartet. Diese kam dann etwas unerwartet in Form eines Kreativschubes á la „das muss doch auch einfacher gehen“. Also habe ich etwas getüftelt und festgestellt, dass es gar nicht so schwer ist, sich einen stinknormalen Triangelbikini einfach selbst zu kreieren. Glücklich über meine Entdeckung habe ich das ganze in ein Tutorial verpackt und so eine Mini-Serie auf meinem YouTube-Kanal gestartet.

Das Feedback zeigte mir schnell, dass es offensichtlich kaum eine Frau gibt, die „Rein, raus, fertig“ einen Bikini shoppen gehen kann. Also habe ich weiter experimentiert, sodass mittlerweile noch ein Bandeautop, ein Tankini und ein Badeanzug dazu gekommen sind. Wer sich die einzelnen Videos ansehen (und nachnähen) möchte, findet sie auf meinem YouTube-Kanal hier: Playlist „Bikini nähen OHNE Schnittmuster“. Ein Tutorial für Frauen mit großen bzw. schweren Brüsten gibt es mittlerweile auch und ich bin glücklich, so vielen Frauen mit "Problemzone Brust" eine tolle Lösung anbieten zu können.

  Auf dass uns allen der Stress durch die Suche nach dem perfekten Bikini im nächsten Jahr erspart bleibt!  
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