Selbst ein echter Profi an der Nähmaschine kennt das Problem, dass manchmal unter dem Stoff ein regelrechtes Fadenchaos entsteht und dieses Knäuel nur noch mit der Schere aufzulösen ist.

Damit so ein Fadenknäuel gar nicht erst entsteht, habe ich hier für dich die 3 häufigsten Ursachen aufgelistet und natürlich Tipps, wie du Fadenchaos verhinderst.

Los geht’s mit…

Häufige Ursache 1: Nähfüßchen nicht gesenkt

Im Eifer des Gefechts oder auch wenn der Stoff zu dick ist, vergisst du vielleicht manchmal das Nähfüßchen abzusenken. Der Oberfaden hat somit nicht genug Spannung und es wird zuviel vom Faden gezogen.

Die ersten 2 Stiche sind noch möglich, aber dann kommt schnell der Punkt wo sich alles verhakt, die Nadel sich nicht mehr absenkt, der Stoff nicht transportiert wird und die Maschine komische Geräusche macht.

WICHTIG: Jetzt bloß nicht ungeduldig sein und heftig am Stoff zerren!

Denn: Unter dem Stoff hat sich ein riesiges Fadenchaos gebildet und das wirst du nicht durch grobes Zerren lösen können. Hier ist nun Vorsicht und etwas Geduld geboten.

Schneide zunächst sehr vorsichtig unter dem Stoff die Fäden durch.

Fadenchaos | einfach nähen lernen - Tipps und Tricks rund ums Nähen für Anfänger und Fortgeschrittene

Anschließend kannst du den Stoff aus der Maschine lösen und die übrigen Fadenreste aus der Maschine entfernen – es haben sich nämlich einige verhakt.

Löse hierzu auch die Stichplatte ab.

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Danach kannst du auch die Klappe zur Unterfadenspule öffnen und diese durch vorsichtiges Drehen des Handrades bewegen. Damit löst du die auch die letzten Fadenreste und kannst sie alle herausziehen.

Mein Tipp: Nimm eine Pinzette, falls die Fäden zu versteckt liegen.

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Wenn du alles entfernt hast, kannst du normal weiternähen.

Häufige Ursache 2: Stoff wird gefressen

Dehnbare und feine Stoffe werden ganz gern von der Stichplatte gefressen, also quasi von der Nadel in die Öffnung der Stichplatte unter dem Nähfüßchen gepresst. Auch dadurch kann der Stoff nicht mehr transportiert werden und es entsteht ein Fadenchaos.

Das passiert immer dann, wenn die Nadel nicht genug Stoff hat beim ersten Einstich zu Beginn der Naht und die Stoffkante zu nah an oder noch vor der Nadel liegt.

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Du kannst dies verhindern, indem du den Stoff ca. 1 cm über die Öffnung in der Stichplatte schiebst, also großzügig abdeckst mit Stoff.

Mein Tipp: Nähe einfach rückwärts, dann wieder vorwärts und verriegle somit die Naht.

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Häufige Ursache 3: Lockerer Unterfaden

Meine Erfahrung zeigt, dass die Unterfadenspule immer gut aufgefüllt sein sollte, weil sich sonst auch Knötchen und Fadenknäuel bilden können. Mit wenig Faden auf der Spule näht es sich nicht so zuverlässig.

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Außerdem kann auch eine zu lockere Fadenspannung auf der Unterfadenspule dazu führen, dass sich beim Nähen ein Fadenchaos bildet.

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Das kannst du verhindern, indem du bei Aufspulen auf die korrekte Fadenführung achtest.

Mein Tipp: Nimm dir zu Not nochmals die Bedienungsanleitung zur Hand, weil die Fadenführung beim Aufspulen sich pro Model unterscheiden kann.

Es gibt natürlich noch ein paar andere Gründe für Fadenchaos und Fadenknäuel, aber hiermit hast du die häufigsten Ursachen schon einmal im Griff.

Viel Erfolg beim Entwirren!

Deine Anna

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