Schnittmuster richig lesen | einfach nähen lernen

In einem Schnittmuster steht so einiges drin. Je nachdem von welchem Anbieter du ein Muster hast, können manche Teile variieren. Das Wichtigste ist bei alles Schnittmustern aber immer dabei. Damit du dich als Anfänger nicht ganz verloren fühlst, erkläre ich dir hier die wichtigsten Teile. Ich werde dir das Ganze an Hand des Schnittmusters „Kezia“ von Schnittgeflüster erläutern. Das Schnittmuster findest du hier.

Los geht’s!

Du brauchst:

  • eventuell ein Schnittmuster, um die Teile besser nachzuverfolgen

1. Das Schnittmusterbild und die technische Zeichnung

Das Schnittmusterbild zeigt dir wie das Schnittmuster mit bestimmten Stoffen angezogen aussehen kann. Dem Bild brauchst du allerdings nicht viel Aufmerksamkeit geben, da das Modell an jeder Person anders aussehen kann.

Bei der technischen Zeichnung kannst du alle Details erkennen. Es zeigt dir das fertige Modell als flache Zeichnung mit allen Kleinigkeiten, die das Modell aufweist, wie z.B. Taschen, Absteppungen, Nahtverläufe… So kannst du für dich erkennen, ob das Modell etwas für dich ist oder auch schon über mögliche Änderungen nachdenken.

2. Die Beschreibung

Die Beschreibung solltest du auf jeden Fall nicht aus der Acht lassen, denn die kann dir weitere Details zu Passform (z.B. körpernah…) nennen. Mit der Nennung des Schwierigkeitsgrads, oft in Form von Punkten, kannst du dein Können für das Schnittmuster selbst einschätzen und gibt dir weitere Anhaltspunkte.

3. Der Schnittmusterbogen

Die Bögen lassen sich unter Einzelgröße und Mehrgröße unterscheiden. Die Einzelgröße-Bogen zeigt den Schnitt nur in einer Größe und findest du häufig als Download. Die Mehrgrößen-Bögen sind mehr verbreitet und findest du fast überall. Diese haben mehrere Größen auf einem Bogen und so lässt es sich einfacher gradieren und man kann auch zwischen den Größen auswählen. Bei Magazinen kommt es auch öfter vor, dass mehrere Schnittmuster in Form vom Mehrgrößenschnitte übereinander liegen. Das kann im ersten Moment verwirren, aber wenn du deine Teile rauskopiert hast, ist das kein Problem mehr.

Wenn du den Schnitt online heruntergeladen hast, musst du ihn ausdrucken und zusammenkleben. Dafür befindest sich an jeder Seite des Blattes eine Zahl und ein Buchstabe, die du mit genau derselben Kombination aneinander kleben musst. Es ist in etwa wie ein kleines Puzzle 😉

Die unterschiedlichen Linien, mal sind sie in verschiedenen Farben, mal in verschiedenen Linien (wie gepunktet, gestrichelt, etc.), zeigen dir die unterschiedlichen Größen.

An jedem Schnittteil befindet sich eine Beschriftung mit dem Modellname, Schnittteil, etc. Es zeigt dir auch wie oft und/oder ob du es im Stoffbruch zuschneiden musst.

Andere Markierungen, wie dicke Punkte, etc, zeigen dir zum Beispiel wichtige Stellen, die du auf deinem Stoff unbedingt markieren solltest. Das können Passpunkte für weitere Teile, Taschenplatzierung oder sonstiges sein. Je nach Anbieter können diese jedoch variieren, also schau am besten nochmal in der Legende nach.

4. Der Zuschneideplan

Der Zuschneideplan ist eine tolle Sache. Er zeigt dir nämlich wie du deine Schnittteile stoffsparend, aber richtig auf deinem Stoff platzierst. So behältst du den Überblick und schneidest nichts aus Versehen falsch zu.

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