gerade Nähte nähen

21. Mai 2018

Bestimmt hast du dich auch schon einmal über eine Naht geärgert, die schief geraten ist... Besonders Nähanfängern fällt es manchmal schwer, gerade Nähte zu nähen. Es ist einfach wichtig zu wissen, wohin man seinen Blick richten muss beim Nähen. Wie das funktioniert, zeige ich dir in meinem neuesten Video auf youtube. Hier bekommst du schon einmal eine Kurzanleitung. Los geht’s! Das Stichwort heißt "Fokus"! Hast du dich selbst schon einmal analysiert, wo genau dein Blick fokussiert ist beim Nähen? Genau da liegt nämlich oftmals schon der Grund für schiefe bzw. ungleichmäßige Nähte. In der Regel wird „nähfüßchenbreit“ genäht – also die Stoffkante schließt exakt mit der Kante des Nähfüßchens ab und entspricht somit einer Nahtzugabe von 0,8 cm – 1 cm. einfach nähen gerade Nähte   Mein Tipp: Miss an deiner Nähmaschine den Abstand von der Nadel zur Kante des Nähfüßchens und dann weißt du ganz genau, wie viele Millimeter für deine Maschine „nähfüßchenbreit“ bedeutet. Damit die Naht gerade wird, führst du einfach die Stoffkante nähfüßchenbreit und blickst dabei auf die vordere, hochgebogene Spitze des Nähfüßchens. Halte den Stoff beim Nähen nur leicht fest (bitte nicht ziehen) und navigiere ihn sanft. Der Stoff wird somit automatisch richtig geführt und die Naht wird gerade! Auch bei Kurven funktioniert dies wunderbar. In diesem Fall gelten dieselben Prinzipien:  Blick auf die vordere, hochgebogene Spitze richten, den Stoff leicht festhalten und entlang der Stoffkante führen.   einfach nähen gerade Nähte   Mein Tipp: Bei sehr engen Kurven, kannst du zwischendurch anhalten (die Nadel bleibt dabei aber im Stoff), das Nähfüßchen anheben und den Stoff ausrichten. Dein Nähprojekt wird aber nicht nähfüßchenbreit, sondern mit einer größeren Nahtzugabe genäht? Auch das ist kein Problem! An deiner Nähmaschine befinden sich in der Stichplatte Markierungen, die für bestimmte Abstände zur Nadel stehen. Leider sieht man sie nicht so gut und auch die Position ist nicht optimal, da die Markierung ja eigentlich schon vor dem Nähfüßchen benötigt wird. Dafür gibt es einen ganz einfachen Trick: Nimm dir farbiges Klebeband zur Hand und verlängere die benötigte Markierung einfach bis zum Ende des Tisches deiner Nähmaschine.   einfach nähen gerade Nähte   Wenn du nun z. B. einen Saum nähst und quasi „blind“ die Nahtzugabe einhalten musst, wird dieser Trick helfen, eine perfekte und gerade Naht zu schaffen. Wenn du lieber eine robustere Hilfe bevorzugst, gibt es im Handel auch noch einen magnetischen Abstandshalter, den du einfach auf die Stichplatte an der Stelle platzierst, wo du ihn benötigst. Das Prinzip ist dasselbe wie beim Klebeband. Ich freue mich, wenn du einen AHA-Affekt hattest und endlich so gerade nähen kannst wie die Profis! Hast du noch einen anderen, coolen Kniff? Schreibe mir gern, ich bin gespannt! Deine Anna
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Ecken ausformen

14. Mai 2018

Bestimmt weißt du sofort, von welchem Problem ich spreche beim Stichwort "Ecken ausformen". Benutzt du Schere, Nahttrenner oder eine Nadel, um die Spitze schön auszuarbeiten? Falls ja, dann hast du bestimmt auch schon einmal dabei den Stoff verletzt und das sieht dann natürlich nicht mehr schön aus. Ich habe in meinem Video hierzu zwei simple Tricks, die du bestimmt noch nicht kennst!  

Trick 1: Für Ecken mit Winkeln von 90° oder größer

Wenn du in deinem Nähstück Ecken mit 90° oder größer hast, kannst du komplett auf Hilfsmittel verzichten und perfekte Ecken ausformen!

Deine Finger sind alles, was du dafür brauchst!

Schneide die Nahtzugabe ausnahmsweise nicht zurück – sie ist nützlich! Schlage die Nahtzugaben einfach entlang der Naht um und es entsteht ganz automatisch eine schöne, spitze Ecke. Greife diese Ecke von innen, halte sie gut fest und stülpe den Stoff auf die rechte Seite. einfach nähen Ecken ausformen Das Ergebnis spricht für sich! Ganz ohne Hilfsmittel ist die Ecke perfekt ausgeformt.  

Trick 2: Für Ecken mit Winkeln kleiner als 90°

Nähe am besten erst die Seite zusammen, die sich etwas leichter auseinander klappen lässt. Als nächstes faltest du die Stoffteile auseinander und legst in den Nahtschatten (also die Nahtfalte) einen doppelten Reihfaden oder Heftgarn. Wichtig hierbei: Der doppelte Faden muss länger sein als das Stoffstück, um es gut greifen zu können. Im Video zeige ich ganz genau, wie dieser Schritt aussehen muss. einfach nähen Ecken ausformen Klappe die Stoffteile nun wieder zu und nähe die 2. Seite zusammen (der Faden liegt dabei genau in der Nahtfalte der ersten Naht). Mit etwas Glück, ist der Reihfaden nach dem Verriegeln der 2. Naht direkt eingenäht. Schneide nun die Nahtzugabe in der Ecke knapp zurück – bei sehr spitzen Ecken und/oder dickeren Stoffen bitte auch die seitlichen Nahtzugaben zurückschneiden.

Vorsicht! Der Faden darf nicht abgeschnitten werden!

Mein Tipp: Mache vorsichtshalber noch zusätzlich 1-2 dicke Knoten in das Ende des Fadens, denn der Trick funktioniert nur, wenn der Faden festsitzt (du kannst nicht darauf vertrauen, dass er miteingenäht wurde).

Und jetzt kommt der Clou!

Stülpe den Stoff auf die rechte Seite und ziehe hierbei – nicht zu fest – an dem Faden. Ziehe so lange, bis die Spitze ausgeformt ist. Danach reißt du den Faden einfach ab! einfach nähen Ecken ausformen  

WOW! Das Ergebnis ist einwandfrei und sieht einfach schön aus!

Probiere diesen simplen Kniff überall aus, wo filigrane Ecken gefragt sind. Die Möglichkeiten sind quasi endlos: Kragen bei Blazern oder Blusen, spitze Ohren für Stofftiere, Taschen… Hast du noch weitere Tipps? Wie hast du bisher Ecken ausgeformt und was hat dich überzeugt? Schreibe mir, ich bin gespannt!

Deine Anna

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Livesewalong | Knotenshirt „Mahé“ von und mit Elle Puls

6. Mai 2018

Am 13.05.2018 wurde ab 11 Uhr wieder live genäht auf dem einfach nähen youtube-Kanal, das heißt, es wurde live ein Projekt genäht und du konntest entweder nur zusehen oder direkt live mitnähen.

Diesmal war die liebe Elke von Elle Puls mein Gast und sie hat ein Knotenshirt nach ihrem Schnittmuster "Mahé" in kurzarm und ohne Schulterlöcher genäht. Das Schnittmuster konntest du dir bis zum Livesewalong exklusiv hier im Mitgliederbereich kostenlos runterladen und vorbereiten. Wenn du noch später mitnähen möchtest, dann findest du das komplette ebook auf der Seite von Elle Puls

ebook Mahé

Wer keine Lust auf das Ausdrucken und Kleben hat, kann sich auch das Papierschnittmuster incl. Anleitung auf Amazon bestellen (Affiliatelink).

Papierschnittmuster Mahé

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Livesewalong | Tasche „Casual Bag“ von und mit Kind vom Deich

5. März 2018

Am 11.03.2018 fand auf dem einfach nähen youtube-Kanal wieder ein Livesewalong statt, das heißt, es wurde live vor der Kamera genäht und du konntest entweder nur zusehen oder direkt live mitnähen. Zu Gast ist diesmal die liebe Petra von Kind vom Deich und sie nähte für und mit euch eine mega tolle Tasche nach ihrem Schnitt Casual Bag.

Die Casual Bag ist eine lockere, urbane Umhängetasche für alle, die es lässig mögen. Sie hat viel Stauraum, einen coolen Look und eine große Front zum Verzieren mit Applikationen, Stickereien oder Plottdateien. Du kannst sie mit Reißverschluss oder alternativen Verschlüssen, z.B. Magnetverschluss, Druckknopf oder Klettband versehen. Die Casual Bag hat eine Größe von ca. 42cm x 56cm.

Wenn du noch nachträglich mitnähen möchtest, findest du das Schnittmuster im Shop von Kind vom Deich:

zum Schnittmuster zur Casual Bag

 

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Kam Snaps anbringen und entfernen

2. März 2018

Knopflöcher sind immer noch einer der größten Angstgegner in der Nähszene. Deshalb sind Druckknöpfe umso beliebter. Es gibt sie in den verschiedensten Formen und seit ein paar Jahren auch in unterschiedlichen Farben. Gerade für Kindersachen greifen Viele zu Druckknöpfen aus Kunststoff, sogenannte Kam Snaps oder Color Snaps. Diese (mehr …)
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Druckknöpfe für Jersey anbringen und entfernen

22. Februar 2018

Wer Kindersachen näht, kommt um Druckknöpfe aus Metall nicht drum rum. Sie eignen sich besonders gut bei Jersey und anderen dehnbaren Stoffen, weil sie dort im Gegensatz zu Kam Snaps nicht so schnell ausreißen. Das Anbringen der Druckknöpfe ist nicht sehr schwer, trotzdem haben die Einzelteile ihre Tücken. Wie sie angebracht und auch wieder entfernt werden können, zeige ich in diesem Video: (mehr …)
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Livesewalong | Mantel „Dona Capa“ von und mit Erbsünde

28. Januar 2018

Am 28.01.2018 fand auf dem einfach nähen youtube-Kanal wieder ein Livesewalong statt. Beim Livesewalong wird live vor der Kamera genäht und du kannst entweder nur zusehen oder direkt live mitnähen. Diesmal war zu Gast die liebe Ilke von Erbsünde und sie hat für und mit euch einen (ungefütterten) Kurzmantel mit Kapuze und Beleg nach ihrem Schnitt "Dona Capa" genäht. (mehr …)
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kostenloses Schnittmuster | Beanie „Kapélo“

13. Oktober 2017

Der Herbst ist da - das heißt für mich Beanie-Zeit. Und von diesen Mützen kann man nie genug bekommen, oder? Ob aus Jersey, Strick oder Sweat, einlagig oder gefüttert zum Wenden, ganz egal. Hauptsache, die Ohren bleiben bei den frostigen Temperaturen schön warm eingepackt.

Damit auch du dir oder deinen Liebsten so eine wunderschöne Mütze nähen kannst, findest du hier das Schnittmuster in vier verschiedenen Größen GRATIS zum Download. Für eine Mütze brauchst du ca. 30 cm Jersey, dünnen Strick oder Sweat. Wie die Beanie genäht wird, zeige ich dir in diesem Videotutorial. Viel Spaß beim Nachnähen.

Download Schnittmuster Beanie

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Livesewalong Upcycling T-Shirt

29. Juli 2017

Ich nähe mir meinen Bikini jetzt selbst

1. Juni 2017

Jedes Jahr das gleiche Theater. Im April / Mai steigen die Temperaturen schlagartig von „ewiger Eiszeit“ auf Hochsommer. Also alle Mann raus in die Sonne – es wird angebräunt. Der Blick in den Kleiderschrank verrät jedoch schnell, dass der noch einzig intakte Bikini auch schon mal bessere Zeiten hatte und erstmal eine Shopping-Runde droht – mit viel Schweiß und Tränen. Denn es ist wirklich eine Tortur, einen neuen Fetzen Stoff zu finden.

Die meisten Teile schneiden schon alleine wegen gesundheitsgefährdender Bemusterung oder Farbwahl aus. Schließlich will Mutti am Strand die Schönste sein und nicht wie Oma Blümchen aussehen. Hat man endlich ein optisches „High Five“ gefunden, geht die Suche nach der richtigen Größe los. Obenrum bitte in 36, aber mit etwas größerem Körbchen, untenrum 38, naja wohl eher 40. Der Selbstversuch zeigt schnell: das eine Set sitzt obenrum top, dafür kneift es untenrum. Das andere wiederum zaubert eine Traumkiste, aber das, was oben eigentlich bedeckt sein sollte, genießt unfreiwillig die Süße grenzenloser Freiheit.

Ist der optisch und größentechnisch perfekte Bikini endlich gefunden, muss man an der Kasse erstmal einen Kleinkredit aufnehmen. Ein kurzer Gedanke „Sollte ich das Geld vielleicht lieber in eine Fettabsaugung am Allerwertesten investieren? Kostet auch nicht viel mehr als dieser Bikini, aber ich spare später sicher wieder eine Riesenmenge Geld ein, weil mir die billigen Einheitsdinger dann ja passen – also quasi winwin“ wird schnell zur Seite gewischt. So ein Quatsch, von vorne sieht mein Hintern doch gut aus! Es wird bezahlt, schließlich hat man ja auch lange dafür suchen müssen und man will die 2 Tage Sommer des Jahres jetzt endlich genießen und nicht weiter mit der Suche nach dem verlorenen Schatz verschwenden.

Glücklich über den etwas teuren, aber immerhin erfolgreichen Fang, legt man sich in seinem neuen „Outfit“ in die Sonne. Mit einem lauwarmen Leitungswasser, denn für einen ordentlichen Cocktail ist leider noch zuviel Monat für das restliche Geld übrig. Aber egal. Hauptsache, der Bikini sitzt. Das einzige, was die Freude etwas trübt, ist der Gedanke, dass das ganze im nächsten Jahr wieder von vorne losgeht…

Aber nicht für mich! Ein kleiner Geistesblitz zuckte bereits im letzten Jahr durch mein Näh-Hirn: Ich nähe mir meinen Bikini einfach selbst! Vorbild waren die vielen tollen Beispiele vom Wickelbikini „CostaRica“ von Lilabrombeerwölkchen. „ICH WILL AUCH“, hörte ich eine innere Stimme schreien. Allerdings war da der Sommer schon fast um. Also habe ich dieses Jahr frühzeitig begonnen, um nicht von den Temperaturen überrascht zu werden. Ich habe mir das Schnittmuster gekauft, Stoff besorgt, das Teilchen zusammengenäht – und mich nach dem ersten Anprobieren etwas enttäuscht in den Sessel fallen lassen. Mein erster selbstgenähter Bikini passte nicht. Das Oberteil vorne zu klein, dafür im Rücken zu breit und das Höschen viel zu groß (!)… Hm. Ernüchterung machte sich breit. Dann das Schnittmuster etwas angepasst, sich über die tolle Passform gefreut und auf neue Motivation gewartet. Diese kam dann etwas unerwartet in Form eines Kreativschubes á la „das muss doch auch einfacher gehen“. Also habe ich etwas getüftelt und festgestellt, dass es gar nicht so schwer ist, sich einen stinknormalen Triangelbikini einfach selbst zu kreieren. Glücklich über meine Entdeckung habe ich das ganze in ein Tutorial verpackt und so eine Mini-Serie auf meinem YouTube-Kanal gestartet.

Das Feedback zeigte mir schnell, dass es offensichtlich kaum eine Frau gibt, die „Rein, raus, fertig“ einen Bikini shoppen gehen kann. Also habe ich weiter experimentiert, sodass mittlerweile noch ein Bandeautop, ein Tankini und ein Badeanzug dazu gekommen sind. Wer sich die einzelnen Videos ansehen (und nachnähen) möchte, findet sie auf meinem YouTube-Kanal hier: Playlist „Bikini nähen OHNE Schnittmuster“. Ein Tutorial für Frauen mit großen bzw. schweren Brüsten gibt es mittlerweile auch und ich bin glücklich, so vielen Frauen mit "Problemzone Brust" eine tolle Lösung anbieten zu können.

  Auf dass uns allen der Stress durch die Suche nach dem perfekten Bikini im nächsten Jahr erspart bleibt!  
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